Vom Rettungswagen ins Rechenzentrum
Wenn Jürgen über seinen Job spricht, spürt man sofort, wie viel Herzblut in seiner Arbeit steckt – auch wenn er heute keine Patient*innen mehr versorgt. Denn obwohl er in der IT bei VitalAire arbeitet und damit nicht im Außendienst unterwegs ist, bleibt sein Ziel dasselbe wie früher: Menschen helfen. Nur eben auf andere Weise.
Als interner IT-Supporter sorgt Jürgen dafür, dass bei rund 1.800 Kolleg*innen alles läuft – vom Laptop über SAP bis zum Mobilfunkvertrag. Und wenn doch mal etwas hakt, steht er bereit: lösungsorientiert, schnell, freundlich. „Ich sehe mich nicht als Dienstleister – sondern als Kollege, der helfen kann“, sagt er.

Vom sinnvollen Job zum Job mit Sinn
Jürgens beruflicher Weg ist alles andere als gewöhnlich: Ursprünglich Industriekaufmann, dann Rettungssanitäter und Teamleiter im Schlaflabor des UKE (Krankenhaus in Hamburg) – immer mit einem Faible für IT. Dieser zog sich wie ein roter Faden durch all seine Stationen. „Ich war nie offiziell ITler, aber immer verantwortlich für alles Digitale“, sagt er. Auch bei seinem vorherigen Arbeitgeber (aus der gleichen Branche wie VitalAire) betreute er neben seiner Rolle als Therapiespezialist für Schlafmedizin das gesamte Onboarding und die IT in Hamburg.
Heute ist die IT seine offizielle Aufgabe – und seine Berufung. „Ich liebe Technik. Zu Hause muss immer alles auf dem neuesten Stand sein – vom Laptop bis zur KI-gestützten Sprachsteuerung“, erzählt er. Seine Alexa nennt er „Petra“, damit sie nicht ständig anspringt. Technik ist für ihn Alltag – und Leidenschaft. Beruflich sorgt er dafür, dass alles läuft. Seine To-do-Liste ist lang – und nie vorhersehbar. „In der IT kannst du nichts planen“, sagt er und lacht. „Ich brauche Struktur – aber auch die Flexibilität, auf alles reagieren zu können.“
Das Zwischenmenschliche darf nicht fehlen
Dass dabei auch der Humor nicht zu kurz kommt, liegt an seinem Team. Jürgen schätzt die enge Zusammenarbeit mit seinen Kolleg*innen – und dass es immer auch was zu lachen gibt. „Wir zickeln uns gegenseitig gern mal durch den Tag. Aber ich würde mir Sorgen machen, wenn’s anders wäre.“ Die kurzen Wege, das gegenseitige Vertrauen und der kollegiale Ton sorgen dafür, dass man selbst an stressigen Tagen mit einem Lächeln nach Hause geht.
Dabei profitiert er von seiner ungewöhnlichen Kombination aus technischem Know-how und Empathie. „Für mich sind Mitarbeitende, die IT-Support benötigen, keine ‚Kund*innen‘. Ich sehe sie als Teil meines Teams. Und da ist mir wichtig, freundlich zu sein, zuzuhören und Lösungen zu finden – nicht nur Tickets abzuarbeiten.“

Seine Motivation? Der Sinn. „Ich könnte woanders mehr verdienen. Aber bei VitalAire habe ich das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Ich kenne die Versorgung. Ich weiß, wie wichtig es ist, dass Systeme funktionieren. Und ich mag die Leute hier – in Norderstedt und an den anderen etwa 49 Standorten.“
Family first: Ehemann, Vater, Opa
Privat ist Jürgen zweifacher Opa, Familienmensch durch und durch – und musikalisch in den 70ern und 80ern zuhause. Wenn er nicht gerade IT-Probleme löst, hört er BAP, Bryan Adams oder Sunrise Avenue („Die gibt’s ja aber leider nicht mehr“), verbringt Zeit mit seiner Frau, seinem Sohn – und sitzt beim Puzzeln von Paw Patrol Motiven zwischen zwei kleinen Enkel-Energiebündeln. „Manchmal habe ich zu wenige Hände für alles – aber das ist doch das Schöne.“
Nach mehr als 30 Jahren Berufserfahrung und vielen Umwegen wirkt er angekommen. Nie gestresst, immer mit der Muße, anderen zu helfen. Vielleicht, weil er für sich genau das gefunden hat, was viele suchen: eine Arbeit mit Sinn – und privat ein Leben, das sich richtig anfühlt.